Was du hier findest

Plätze

Auf dieser Seite findest du Berichte und Informationen über Campingplätze, die ich mit dem Zebra persönlich besucht habe. Des Weiteren gibt es Links auf die entsprechenden Homepages der Camping- und Stellplätze, Preisinfos, Fotos und entweder klare Empfehlungen oder auch mal die eine oder andere Kritik zu lesen.

Trips / Routen

Ich bin viel mit dem Zebra unterwegs. Manchmal stelle ich auch eine besondere Reiseroute zusammen. Sofern diese Route empfehlenswert ist, wird sie selbst verständlich auch hier für euch veröffentlicht.

Kolumne

Ich liebe Anekdoten. Es gibt kaum etwas schöneres, als diese kleinen witzigen Erlebnisse oder auch mal Aufreger aus dem Leben niederzuschreiben. Aus diesem Grunde habe ich auf dieser Website auch Platz für meine kleine Kolumne geschaffen Vielleicht findet ihr hier auch die eine oder andere amüsante Kurzgeschichte über besondere Erlebnissen. Selbstverständlich alles immer ein wenig übertrieben!

Campen mit Abstand
Brandaktuell

Wir unterstützen die Initiative "Campen mit Abstand"

Campen mit Abstand ist eine friedliche Gruppe von Campern die es sich zur Aufgabe gemacht hat, zu zeigen, dass campen auch unter Corona-Auflagen, mit genug Abstand und einem Hygienekonzept funktioniert und deshalb für eine Aufhebung des Beherbergungsverbotes ist. Bei den Aktionen der Initiative geht es nicht nur darum, endlich wieder Urlaub machen zu können, sondern darum das Schöne mit dem Nützlichen zu verbinden, damit Betreiber von Plätzen, Vermieter von Wohnmobilen und auch andere touristische Branchenzweige wieder ein wenig aufatmen können.

Wer sind wir?

Das Zebra & Keke

Das Zebra
Das Zebra
Das Wohnmobil
Keke
Keke
Die Fahrerin

Beiträge

Aus unserer Kolumne

Shit Happens

Die Krux mit dem Reizdarm auf dem Campingplatz

Es gibt Dinge, über die tauschen sich Camper gerne aus. Das sind zum Beispiel die besten Campingplätze, der Omnia Backofen, Vorzelt mit Luft oder Gestänge oder auch die neusten Heringe, mit denen man in Sand, Stein oder auch Metall erfolgreich eine Markise abspannen kann.

Das Band muss natürlich in sich verdreht sein, damit es nicht klappert, wenn der Wind zu stark ist. Und dann gibt es da auch das innovative System „Peggy Peg“, welches ich mir definitiv zulegen werde, sobald ich wieder in Deutschland bin.

Ich bekam bereits einige tolle Tipps, viel Hilfestellung und bin ein sehr dankbarer Empfänger, denn ich lerne, trotz jahrelanger Wohnwagenerfahrung, sehr gerne immer wieder von erfahreneren Campern. 

Dann gibt es allerdings auch die Dinge, über die kaum jemand spricht oder die gar nicht thematisiert werden, obwohl sie eigentlich zum täglichen Camperleben dazu gehören. Zum Beispiel das WC! 

Für mich ist ein WC im Zebra existenziell. Ich bin gehbehindert und es erleichtert das Reisen ungemein, wenn man mal eben rechts ran fahren kann, um sich selbst zu erleichtern. Nun ist das Zebra ja kein Wohnmobil von der Stange, sondern ein umgebauter RTW. Also kann ich dankbar sein, dass der Vorbesitzer die Wichtigkeit eines WCs genau so als Priorität gesehen hat, wie ich selber. Das Zebra HAT also ein Klo. Keines, bei dem man die Kassette von außen entnehmen kann, aber immerhin ein Porta Potti der Marke Thetford, welches sich ausziehbar hinter dem Fahrersitz in einem Schrank befindet.

Kurz bevor ich mit dem Zebra auf große Tour ging, machte dieses WC die Grätsche. Die Pumpe für die Spülung verweigerte ihren Dienst. Und da es ohnehin bereits ein älteres Modell und auch irgendwie nicht mehr ganz dicht war, wie sich unschwer an der Tröpfchen auf meinen Schuhen beim letzten Transport zur Entsorgungsstation erkennen ließ, musste ein neues her. 

Bei Berger in Bad Füssing habe ich also ein passendes, neues Porta Potti zu einem top Angebotspreis von 59,90 Euro käuflich erwerben können. Ich habe den Verkäufer dann noch charmant mit nem 10er bestochen, damit er mein altes Potti entsorgt und mir das neue gleich einbaut. Somit konnten das Zebra und ich mit einem neuen WC direkt weiter auf die große Reise nach Italien gehen. 

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Motorkontrlolleuchte

Das Zebra hat Selbstheilungskräfte

Oder es wollte einfach mal wieder etwas mehr Aufmerksamkeit

Motorkontrolleuchte

Am Samstag Abend war ich endlich mal wieder auf einem Ausritt mit dem Zebra. Nach dem ersten Halt an der Tankstelle, ließ es dann einfach mal lustig die Motorkontrollleuchte aufleuchten.

Ich geriet natürlich in Panik, parierte sofort durch, lenkte hektisch rechts ran, drückte die Taste der Warnblinkanlage und die Kurzwahlnummer für DAKTARI den Zebradoktor. 

Dieser fragte kurz, leuchtet sie oder blinkt sie? Sie leuchtet…. Ok, dann ist es nicht so wild. Du kannst noch vorsichtig bis nach Hause reiten. Ich wollte aber nicht nach Hause, ich wollte zu Freunden nach Buxtehude. Gut, geht auch noch… 

Ich startete erneut, redete leise und beruhigend aufs Zebra ein und wechselte sanft von Schritt in den Trab. Ich ignorierte sogar die Ansage meines Navis, auf die Autobahn abzubiegen – wilder Galopp war nicht so angesagt heute – und ließ das Zebra ruhig im versammelten Trab über die Landstraße nach Buxtehude traben. Wir erreichten ohne weitere Zwischenfälle, jedoch mit 45 Minuten Verspätung, unser Ziel.

In der Nacht gegen 2.30 Uhr kam ich zurück zum Zebra. Die Motorkontrollleuchte hatte ich längst vergessen. Ich drehte den Schlüssel im Schloss… Vorglühen, wildes Piepsen des UDS (Unfalldatenschreibers), Ping vom Inspektionserinnerer (6 Tage drüber!) – soweit alles normal. Und da war sie wieder, die Motorkontrollleuchte! Also im ruhigen Trab Richtung Heimat. 

Nach 20 Minuten wurde ich dann doch müde und entschied, spontan in Sauensiek auf einem kostenlosen Stellplatz, einer gemütlichen kleinen Wiese, den Rest der Nacht zu verbringen. Motor aus, Gardine zugezogen, raus aus den Klamotten und ab ins Bett gekuschelt. Das Zebra schnaubte freudig. 

Stellplatz Sauensiek

Am frühen morgen war ich wieder fit. Der obligatorische Kaffee entfiel aufgrund von Mangel an Milch. Schwarz kann ich das Zeug einfach nicht trinken. Ich muss mir also dringend notieren, dass ich für solche „Notfälle“ zumindest mal Milchpulver an Bord haben sollte. Nicht lecker, aber besser als nichts.

Nach dem Zähneputzen setzte ich mich wieder hinters Lenkrad. Das Zebra war sofort wach. Im Schritt verließen wir so leise es ging den kleinen Stellplatz, um die anderen Camper nicht zu stören. 

Im Radio lief gute Laune Musik. Wie und warum es funktioniert, dass ich in Norddeutschland meinen Lieblingssender 1LIVE im Zebra hören kann, hab ich zwar immer noch nicht verstanden, aber Siri stellt den Sender auf Sprachkommando immer brav ein. 

Nach ner kleinen Aufwärmphase im Arbeitstrab, ließ ich das Zebra dann ein wenig galoppieren. Gutgelaunt und laut mitsummend ging es Richtung Heimat. Bis mir plötzlich auffiel, das besagte Motorkontrollleuchte gar nicht mehr am Start war! Hat sich das Zebra über Nacht selbst geheilt? Wollte es einfach mal wieder auf fremden Gras nächtigen? Oder brauchte es dringend ein wenig Aufmerksamkeit von mir und eine gemeinsame Nacht außerhalb der heimischen Gefilde?

Ich werde es auf jeden Fall demnächst noch einmal von Daktari, dem Zebradoktor abhören lassen.

Du willst mehr Anekdoten lesen? Hier gibts mehr….


Dreibein

Dreibein

Der personifizierte Horror als Untermieter

Leseprobe aus dem Buch „Das Leben ist wie kunterbuntes Anthrazit“ von Keke van Steyn:

Vor knapp zweieinhalb Jahren lernte ich Dreibein kennen. Und zwar über eine dieser Online Single Plattformen, auf denen ich mich eine Weile tummelte.

Damals war ich noch fest davon überzeugt, dass ich auf diesem Wege irgendwie und irgendwann mal meinen künftigen Partner kennen lernen würde. Heutzutage bin ich von dieser Vorstellung allerdings komplett geheilt. Daran ist Dreibein nicht ganz unschuldig. Dieser Kerl hat es nämlich fast geschafft, mich in den Wahnsinn zu treiben.

Dreibein war ein richtiges Geschoss. Ne echte Schnitte, wie man so umgangssprachlich unter Frauen sagt. Zumindest war er das auf seinen vielen Fotos, mit denen er sich in allen nur erdenklichen Posen und Outfits auf einem wirklich ansprechenden Profil im Netz präsentierte. Langhaarig, schlank, groß, nettes Lächeln, sehr außergewöhnliche Tattoos und coole Klamotten, so zeigte er sich der Frauenwelt. Dazu hatte er dann auch einen recht individuellen und kreativen Profiltext formuliert.

Ja, Dreibein schien tatsächlich etwas Besonderes zu sein. Dachte ich damals!

Natürlich hieß er zu diesem Zeitpunkt noch nicht Dreibein. Diesen „liebevollen“ Kosenamen hat er sich bei mir erst viel später verdient. Zu Anfang nannte ich ihn noch bei seinem richtigen Namen. Als wir begonnen haben, uns zu schreiben, lebte Dreibein noch in Paraguay.

Er war vor einigen Jahren mit seiner Ehefrau dorthin 
ausgewandert, lebte aber in Trennung und plante seine Rückkehr nach Deutschland.

Wir flirteten online ein wenig, aber ich kassierte direkt schon zu Anfang ne eindeutige Abfuhr von ihm. Ich war ihm als potentielle Partnerin einfach zu viel. Also zu viel Frau… eben zu fett… wenn man es genau ausdrücken will. Wir blieben dennoch in Kontakt und es war ganz nett, ab und an mit ihm zu schreiben.

Irgendwann erfuhr ich, dass er in Paraguay eine Frau aus Süddeutschland kennen gelernt hat und ein paar Wochen nach dem Kennenlernen direkt zu ihr gezogen ist. Sie war ne platinblonde Granate, schlank, mit gemachten Möpsen und künstlichen langen Nägeln. Passte irgendwie zu ihm – und das ist jetzt nicht negativ gemeint.

Als die Beziehung zwischen Dreibein und dem blonden Geschoß zerbrach, zog Dreibein nach Gummersbach – zu einer anderen Frau.

Ab und an telefonierten wir mal miteinander. Auf einer freundschaftlichen Basis war der Kontakt mit ihm ganz lustig. Mehr konnte ich mir mit ihm allerdings auch nicht mehr vorstellen. Während dieser Telefonate kristallisierte sich heraus, dass er irgendetwas an sich hatte, was mich irgendwie abstieß.Dann kam eine verzweifelte Nachricht von ihm. Er fragte, ob ich nicht ein Zimmer zu vermieten hätte. Er müsse dringend bei der Frau, bei der er wohnte, weg. Sie wäre irre, geistesgestört und würde ihn krank machen. Er hätte Herzprobleme, Panikattacken und würde langsam depressiv werden, weil er nicht wüsste, wohin.

Ein Zimmer hatte ich nicht. Aber ich bot ihm an – eigentlich mehr aus Scherz – dass er übergangsweise in meinen Übersee-Container im Garten, den ich als Gästezimmer umgebaut habe, einziehen könne.

Das war ein großer Fehler, denn drei Wochen später war er tatsächlich da. Und der blanke Horror begann!

Der Einzug

Monsieur ließ sich von der vermeintlich geistesgestörten Frau, bei der er zuletzt lebte, direkt vor meine Haustür kutschieren. Ich hatte mich geweigert, ihn abzuholen. 400 Kilometer hin, ihn aufgabeln und dann wieder 400 Kilometer zurück zu mir zu chauffieren, fand ich vom Aufwand für einen Mann, der keine Lust hat, seine Anreise zu organisieren, irgendwie nicht angemessen – das nahm er mir allerdings krumm und unterstellte mir Faulheit.

Während seiner Anreise mit dem geistesgestörten weiblichen Chauffeur, von der er so dringend weg musste, schickte er mir allerdings noch einmal eine für ihn ganz wichtige Nachricht. Eine Warnung sozusagen. „Verlieb dich nur nicht in mich!“ So der O-Ton.

Diese Nachricht hätte er sich jedoch locker sparen können! Als der Mann, den ich bisher nur von Fotos und vom Telefon kannte, aus dem Auto stieg, verschlug es mir fast den Atem. Ein schwer übergewichtiger, ergrauter Typ in schmuddeligem Schlabberlook, mit ungepflegtem Mehrtagebart, der eine leichte Schuppenflechte am ausgeprägten Doppelkinn zu verdecken versuchte, kam leicht schielend auf mich zu. Sein Gang war schleppend, seine Bewegungen linkisch.Ich wusste nicht, in welches der verdrehten Augen ich zuerst schauen sollte, als ich ihn etwas verhalten begrüßte.

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